Sommercamps

Was im Jahr 2005 als ambitioniertes Pilotprojekt begonnen hat, ist mittlerweile zu einem erfolgreichen „Selbstläufer“ geworden: Jedes Jahr veranstaltet die Bürgerstiftung Nürnberg in den Sommerferien ein Sommercamp.

Dabei handelt es sich um ein außerschulisches Bildungsangebot für sprachlich und sozial benachteiligte Kinder mit unterschiedlichem kulturellen, sozialen und sprachlichen Hintergrund. Das Ziel ist die sprachliche und soziale Förderung der Kinder im Rahmen einer angeleiteten, interdisziplinären Projektarbeit.

Das Sommercamp Nürnberg nimmt inzwischen einen festen Bestandteil im Sommerferienprogramm der Stadt Nürnberg ein. Das Sommercamp findet jeweils zu Beginn der Sommerferien an einer Nürnberger Schule statt und umfasst zwei Wochen. Studentische Lehrkräfte betreuen im Tandem ganztags eine Schülergruppe von
ca. 10 Kindern. Für diese Aufgabe werden die Studierenden in einer semesterbegleitenden
Lehrveranstaltung und einem Blockseminar im Fach DiDaZ ausgebildet.

Das Sommercamp Nürnberg findet stets an einer zentral gelegenen Nürnberger Schule statt. So beherbergten bereits die Scharrerschule, die Sperberschule, die Carl-von-Ossietzkyschule und die Ludwig-Uhland-Schule das Nürnberger Sommercamp.

Jedes Jahr wird im Sommercamp Nürnberg ein Schwerpunktthema gesetzt. So setzten sich die Kinder beispielweise im Jahr 2009 und 2010 besonders mit den Themen “Unsere Stadt Nürnberg” und “Wasser” auseinander: Wasserwege in Nürnberg wurden erkundet, das “nasse” Element erforscht, Gedichte, Fabeln, Märchen und andere Geschichten zu den beiden Aspekten gelesen und geschrieben.

Die Sommercamps 2011 und 2012 drehten sich rund um die Frage: Wie fit bist du? In Körper und Geist. Gesundheit – Ernährung – Bewegung. Zehn Tage lang wurden diese Themen mit Arbeit an der Sprache verbunden: die TeilnehmerInnen lernten unter anderem das kreative Schreiben kennen, konnten Kochrezepte verfassen (und natürlich ausprobieren!), an den beiden Uni-Tagen wurden chemische Experimente zu Nahrungsmitteln durchgeführt und beschrieben, und Sprachlernspiele im Multimedialabor ausprobiert. Ein Ausflug in den Tiergarten (wovon ernähren sich eigentlich Affen?) und ein Besuch des Erfahrungsfelds der Sinne rundeten das Thema ab.

Am Ende jedes Sommercamps bietet eine musikalische, theatralische und tänzerische Präsentation allen denjenigen, die nicht dabei sein konnten, also Familien und Freunden, Förderern und überhaupt allen Interessierten Gelegenheit, live und hautnah zu erleben, was das Sommercamp zu einem besonderen Erlebnis macht.

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